ALK-Bruchpunkt-FISH

ALK split-FISH

Indikation

Translokationen mit Beteiligung des alk-Gens sind bei verschiedenen Tumoren von großer Bedeutung.

Das großzellig-anaplastische Non-Hodgkin-Lymphom (ALCL) entsteht als Folge einer chromosomalen Umlagerung und einer aberranten Expression eines ALK-Fusionsproteins. Das ALCL hat eine bessere Prognose als diffus-großzellige Lymphome (DLBL) ohne ALK-Translokation.

Bei nichtkleinzelligen Bronchialkarzinomen (NSCLC) ist das EML4/ALK-Fusionsprodukt ein Target für eine Therapie mit einem ALK-Tyrosinkinaseinhibitor (z.B. Crizotinib). Diese genetische Veränderung findet sich in der Regel bei Adenokarzinomen mit azinärem Wuchsmuster, welche häufig Siegelringzellen enthalten, während die Veränderung bei Plattenepithelkarzinomen und mukoepidermoiden Karzinomen selten auftritt.

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Untersuchungsverfahren

Es wird eine zweifarbige Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung zur Charakterisierung des ALK-Gens durchgeführt.

Dabei werden zwei verschiedenfarbige DNA-Sonden verwendet, die beide im Bereich des ALK-Gens hybridisieren – eine in Richtung Telomer, die zweite in Richtung Zentromer. Diese Sonde führt in normalen Zellkernen und Tumoren ohne ALK-Translokation zu jeweils zwei rot/grünen Fusionssignalen, bei einem Bruchereignis im Bereich des ALK-Gens zu roten und grünen Einzelsignalen.

ALK-Split links: getrennte grüne und rote Fluoreszenzsignale, rechts: DAPI-Färbung zur Darstellung der Zellkerne

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

keine auswertbaren Signale, insbesondere bei schlechter (später) Fixation oder bei Verwendung von ungepuffertem Formalin