Chlamydia pneumoniae

Indikation

Chlamydia pneumoniae ist ein gram-negatives, humanpathogenes Bakterium welches durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Der Keim verursacht typischerweise Infektionen der Respirationsorgane, dazu zählen u. a. Pneumonie, Sinusitis, Bronchitis und Pharyngitis.

Des Weiteren können Infektionen wie Arthritis, Meningoencephalitis, Myocarditis etc. verursacht werden. So können 4-6 Wochen nach der respiratorischen Primärinfektion postinfektiöse Arthritiden und Synovitiden auftreten, die anamnestisch weder durch den Arzt noch den Patienten in Zusammenhang gebracht werden.

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Untersuchungsverfahren

Der Nachweis von C. pneumoniae erfolgt nach Isolation der DNA mittels real-time-PCR. Dabei wird zunächst ein 140bp langes Fragment des Erreger-Genoms mit Hilfe spezifischer Primer amplifiziert und anschließend mittels fluoreszenzmarkierter Sonden detektiert. Das PCR-Produkt wird über eine Schmelzkurvenanalyse analysiert.

Amplifikation von C. pneumoniae-DNA (PK: Positivkontrolle)

Amplifikation von C. pneumoniae-DNA (PK: Positivkontrolle)

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

  • DNA-Degradation bei schlechter Fixierung
  • zu geringer Anteil an Erreger-DNA im Gewebe