Helicobacter pylori, incl. Resistenz

Indikation

Helicobacter pylori ist ein spiralig gewundenes, gramnegatives Bakterium, welches aufgrund seiner Eigenschaft, im stark sauren Magenmilieu zu gedeihen, die Magenschleimhaut infizieren kann.

Der Erreger ist nur für den Menschen pathogen und wird durch Schmierinfektion oder kontaminierte Lebensmittel übertragen.

Sowohl chronische Gastritis und Magenulzerationen als auch Adenokarzinome und B-Zell-Lymphome des Magens werden mit H. pylori assoziiert.

Die Behandlung erfolgt mittels einer Kombinationstherapie, bestehend aus Protonenpumpenblockern (Omeprazol®) und Antibiotika (Clarithromycin und/oder Amoxicillin). Eine erfolglose Eradikationstherapie ist häufig auf eine Clarithromycin-Resistenz des Keims zurückzuführen, ausgelöst durch eine Mutation innerhalb des Genoms von Helicobacter pylori.

Untersuchungsverfahren 

Der Nachweis von Helicobacter pylori und die Bestimmung des Resistenzstatus des Keims gegen das Antibiotikum Clarithromycin erfolgt nach Isolation der DNA aus Magenbiopsien mittels real-time-PCR. Dabei wird durch spezifische Amplifikation die 23s-rRNA-Genregion von H.pylori untersucht. Anschließend können im Rahmen einer Schmelzkurvenanalyse Mutationen im 23s‑rRNA-Gen, die für die Clarithromycin-Resistenz verantwortlich sind, detektiert werden.

Somit ist mittels dieses Tests klar nachzuweisen, ob es sich bei den Erregern um Helicobacter pylori handelt und ob die Wildtyp- oder mutierte Variante vorliegt.

Gelegentlich besteht das Problem, das bei chronisch-aktiver Gastritis wiederholt, auch immunhistochemisch, kein Erregernachweis gelingt. Bei einem Teil dieser Patienten gelingt der Erregernachweis dann molekularbiologisch mit der o.g. Methode.

Schmelzkurvenanalyse amplifizierter Helicobacter pylori-DNA

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

  • DNA-Degradation bei schlechter Fixierung
  • zu geringer Anteil an Erreger-DNA im Gewebe