HPV-PCR

Anwendungsbereich

Die Infektion durch humane Papillomaviren (HPV) induziert verschiedenste pathologische Gewebeveränderungen. Neben benignen Veränderungen z.B. der Epidermis, wie die Verruca vulgaris oder Condylomata acuminata, werden durch verschiedene Subtypen der HPV-Viren auch maligne Neoplasien, so der Cervix uteri, aber auch der oberen Verdauungs- und Respirationstraktes induziert.

Die HPV-Virus-Typen werden gemäß der aktuellen Klassifikation nach der WHO IARC Monograph 100B (2011) wie folgt hinsichtlich ihres kanzerogenen Potentials eingeordnet:

HPV-Gruppen nach WHO-Monograph 100B (2011)

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE); zytologisches Untersuchungsmaterial fixiert oder unfixiert

Untersuchungsverfahren

Für den Erregernachweis aus Paraffinmaterial wird entweder das Gewebe eines vollständigen histologischen Schnitts oder mikrodissezierte Gewebsanteile verwendet. Bei zytologischem Material wird in der Regel per Zentrifugation Zellmaterial gewonnen. Nach der DNA-Isolation aus dem Gewebe oder Zellmaterial wird die DNA mit markierten PCR-Primern amplifiziert, danach erfolgt die Hybridisierung auf den LCD-Array-Chip. Nach der Markierung und Färbung kann die spezifische gebundene Proben-DNA detektiert werden.

Lokalisation der Virus-Typen auf dem CHIP (links); Hybridisierungsergebnis HPV Typ 16 (rechts)

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

  • DNA-Degradation bei schlechter Fixierung