Leishmanien

Leishmanien sind obligate intrazelluläre Parasiten (Flagellaten) in Makrophagen, die von Insekten (v.a. Sandmücken) auf Wirbeltiere übertragen werden. Sie sind verantwortlich für cutane Leishmaniosen, die Läsionen der Haut (Orientbeule) hervorrufen und für viszerale Leishmaniosen (Kala Azar), deren Symptome Organomegalien, wie z.B. von Leber und Milz darstellen und die unbehandelt bei etwa 90% der Fälle durch Störungen der Blutgerinnung und zusätzliche Sekundärinfektionen tödlich verlaufen. Der Verlauf einer Leishmaniose ist vom Immunstatus des Patienten abhängig, bei HIV-Patienten häufig symptomarm.

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Gelbild nach Leishmanien-PCR: Proben 1 und 2 zeigen keine Leishmanien-spezifischen BandenUntersuchungsverfahren

Nach Mikrodissektion und DNA-Isolierung erfolgt die Amplifizierung eines 70 bp großen Fragments des Kinetoplasten der minicircle DNA von Leishmania spec. Bei einer anschließenden Gelelektrophorese wird das PCR-Produkt der Probe mit einer Positivkontrolle verglichen.

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

zu geringe Erreger-DNA-Menge im Probenmaterial