Melanom-Multicolor-FISH

Indikation

Der Melanoma-FISH-Assay dient der Abgrenzung von gutartigen melanozytären Hautveränderungen (Naevi) gegenüber dem Malignen Melanom auf der Grundlage der Detektion genetischer Veränderungen von RREB1, MYB, CCND1 sowie des relativen Verlustes von MYB gegenüber dem Centromer von Chromosom 6. Die Ergebnisse früherer Studien zeigten, dass die Bestimmung des Kopiestatus der genannten definierten chromosomalen Regionen ergänzend zur histomorphologischen Routinediagnostik die Charakterisierung melanozytärer Tumoren verbessern kann.

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Untersuchungsverfahren

Zur Analyse werden vier verschiedene genetische Hotspots hinsichtlich einer Aneuploidie untersucht. Mit der roten Sonde erfolgt die Markierung von RREB1, mit der goldenen Sonde erfolgt die Markierung von MYB, mit der grünen Sonde erfolgt die Markierung von CCND1 und mit der blauen Sonde erfolgt die Markierung von CEP6. Insgesamt werden 30 der Zellkerne für alle vier Chromosomensonden konsekutiv analysiert.

Die Spezifität des Tests beträgt 94% bei einer Sensitivität von 92%.

Melanoma-Multicolor-FISH: DAPI & Signale: rot: 6p25 (RREB1) + grün: 11q13 (CCND1) - gold: 6q23 (MYB) - blau: CEP6

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

  • bei sehr kleinen intraepidermalen Läsionen sehr schwer auswertbar, da melanozytäre Zellen in der Fluorescenz kaum selktierbar
  • keine auswertbaren Signale, insbesondere bei schlechter (später) Fixation oder bei Verwendung von ungepuffertem Formalin
  • schwierige Identifikation der melanozytären Zellen bei zellarmen Läsionen wie z.B. Lentigo maligna