Treponema pallidum

Anwendungsbereich

Treponema pallidum ist ein gramnegatives Bakterium aus der Familie der Spirochaeten. Das spiralförmige Bakterium ist der Auslöser der Syphilis (Lues), einer weltweit verbreiteten Geschlechtskrankheit. Der Krankheitsverlauf der Syphilis wird in drei Stadien eingeteilt:

Das Primärstadium (Lues I) zeigt ein schmerzarmes Ulkus mit verhärtetem Randwall (Ulcus durum), lokal können zusätzlich Lymphknotenschwellungen auftreten.

Im Sekundärstadium (Lues II), welches ca. 4-8 Wochen nach der Infektion auftritt, treten neben allgemeinen Krankheitssymptomen im Wesentlichen eine Polylymphadenopathie sowie Exantheme an Haut und Schleimhäuten auf.

Im Tertiärstadium (Lues III) manifestiert sich langsam nach etwa 3-5 Jahren Krankheitsverlauf als eine chronische Entzündung die nach und nach alle Organe, wie Blutgefäße, Atemwege, Rachen, Speiseröhre, Magen, Leber, Knochen und Muskeln befallen kann. Dabei finden sich klinisch derbe, gummiartige knotige Läsionen, sog. Gummen.

Das Quartärstadium (Neurolues, Lues IV) tritt bei ca. 20% der Patienten mit einer Latenz von etwa 10-20 Jahren auf und führt zu einer progressiven Paralyse.

Sonderformen sind die connatale Lues und die extragenitale Lues.

Testmaterial

formalinfixiertes, paraffineingebettetes Material (FFPE)

Untersuchungsverfahren

Zum Nachweis von Treponema pallidum wird aus dem Probenmaterial DNA isoliert und anschließend mittels PCR eine spezifische Amplifizierung eines Fragments des tmpA Gens von T. pallidum durchgeführt. Das PCR-Produkt wird anschließend mit Hilfe einer Gelelektrophorese identifiziert.

Bearbeitungsdauer

ca. 3-4 Arbeitstage

Typische Probleme

  • DNA-Degradation bei schlechter Fixierung