uPA/ PAI-1

Indikation

Der FEMTELLE® uPA/PAI-1 ELISA ist ein klinisch validierter Prognosetest, mit dem das Rezidivrisiko bei Brustkrebspatientinnen ermittelt wird. Dies erfolgt durch die Quantifizierung der Expression von humanem Plasminogen-Aktivator vom Urokinasetyp (uPA) und dem Plasminogen-Aktivator-Inhibitor (PAI-1) im Tumorgewebe des Mammakarzinoms. Das Testergebnis trägt dazu bei, den Nutzen einer Chemotherapie nach der Brustkrebträgtsoperation abzuschätzen: Klinische Studien zeigen, dass Niedrigrisiko-Patientinnen - im Gegensatz zu Patientinnen der Hochrisiko-Gruppe - nicht von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren.

Voraussetzungen für den Test sind:

  • Tumor >pT1a und <pT2
  • Grading: G2
  • pN0
  • ER und/oder PR positiv
  • HER2 negativ
  • Testmaterial

    mindestens 200 mg natives Kryogewebe des Tumors (Transport auf Trockeneis),

    das Testmaterial sollte nicht den Stanzkanal der diagnostischen Biopsie enthalten, da dies das Ergebnis des Tests verfälschen kann

    Untersuchungsverfahren

    Aus dem Tumorgewebe wird ein Protein-Extrakt hergestellt und die Menge an Gesamtprotein evaluiert.

    Die Bestimmung von uPA- bzw. PAI-1 erfolgt ebenfalls anhand von Gewebeextrakten, die in Antikörper-beschichtete Mikrotiterplatten (Femtelle-System) gegeben werden. Über ein Biotin-HRP (horseradish peroxidase)-System werden die gebundenden uPA-/ bzw. PAI-1-Moleküle detektiert. Nach dem Abstoppen der Farbreaktion wird die Färbeintensität in den Proben über eine Standardkurve mittels eines ELISA-Readers quantifiziert.

    Die gemessenen Werte werden jeweils in Bezug zur Gesamtproteinmenge gesetzt. Die cut-off Werte, die Patientinnen in Hoch- bzw Niedrigrisiko-Patientinnen einteilen, liegen bei 3ng uPA/mg Gesamtprotein und 14ng PAI-1/mg Gesamtprotein jeweils im Tumorgewebe.

    Bearbeitungsdauer

    ca. 3-4 Arbeitstage

    Typische Probleme

    nicht genügend Tumorgewebe vorhanden, Unterbrechung der Kühlkette (Proteindegradation)